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Zuletzt aktualisiert am: 26.10.2019

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Die alte Almhütte, die sich lawinensicher im unteren

Bereich des Südwesthanges vom Mahdriedl in die Böschung

duckt, ist mittlerweile 300 Jahre alt. 

Dort verbrachten ursprünglich die Sennleute den Almsommer.

In den Dreißigerjahren des vorigen Jahrhunderts erbaute der Urgroßvater des heutigen Besitzers zusätzlich eine Schutzhütte, welche das ganze Jahr über von verschiedenen Pächtern bewirtschaftet wurde.

Im Sommer war die Hütte für Bergsteiger und Wanderer ein beliebtes Ziel.

Während der  Wintermonate wurden hier oben über viele Jahre Schulschikurse abgehalten.

Ende Mai des Jahres 1986, kurz vor dem Almauftrieb, schlug ein Blitz in die gut erhaltene Schutzhütte ein und vernichtete das Gebäude zur Gänze. Zum Glück waren zu der Zeit noch keine Menschen in der Hütte. Aus diesem Inferno sind nur ein paar Klumpen geschmolzenes Metall, Reste von alten Milchkannen und dem Blechdach, übrig geblieben.

Um die Hütte wieder aufbauen zu können, musste Ende der 1980er-Jahre erst ein befahrbarer Wirtschaftsweg errichtet werden. Auch die benachbarten Almbauern waren für die weitere Bewirtschaftung ihrer Alm auf diesen Weg angewiesen.

Die jetzige Hütte ist exakt an der Stelle wieder aufgebaut worden,

wo sich einst die Schutzhütte befunden hat.

Nach Fertigstellung des Wirtschaftsweges konnte 1990 mit dem Neubau der Mahdalmhütte begonnen werden. In diesem Jahr wurde das Kellergeschoß betoniert.

1991 wurde dann die Hütte aufgezimmert und mit dem Dach abgedeckt. 1992/93 erfolgt dann die Fertigstellung.

An diesem Platz ist auch die Gefahr, von einer Lawine

verschüttet zu werden, am geringsten.

Trotzdem kann es passieren, dass die Almgebäude

nach starken Schneefällen und mit Verwehung

fast zur Gänze im Schnee verschwinden.

Der Stall für die Milchkühe, "Tret" genannt, ist im Jahr 2015 neu erbaut worden.

Obwohl momentan nur Mutterkühe auf der Alm sind

und diese nicht gemolken werden müssen, war es uns wichtig,

dieses Gebäude wieder zu errichten, weil es auch im Fall eines plötzlichen

Wintereinbruchs mitten im Almsommer wcihtig ist,

dass für die Tiere ein Unterstand

und Platz für die notwendige Zufütterung vorhanden ist.

Ein unvergessenes, traurig-schauriges Ereignis soll an dieser Stelle auch erzählt sein:

Anna, eine der ehemaligen Pächterinnen, hat hier oben das ganze Jahr über alleine mit ihrem Hündchen gelebt. Ganz bescheiden und zurückgezogen. Fern jeglicher Bequemlichkeit. Einmal wöchentlich sind Bedienstete vom Mandlhof, schwer beladen mit "Bucklkrax'n"(hölzerne Rückentrage) und Schneereifen herauf auf die Alm gegangen, um die notwendisten Lebensmittel zu liefern.

Im Jahr 1954 sind wieder einmal zwei Männer heraufgestapft, um Anna mit Nachschub zu versogen. Allerdings war bei ihrer Ankunft die Hüttentür versperrt gewesen und Anna hat sich trotz mehrmaligem Klopfen nicht gemeldet.

Schließlich habe sich die Männer doch Zutritt in die Hütte verschafft und ein traurige Entdeckung gemacht. Neben ihrer Waschschüssel auf dem Boden liegend haben sie die leblose Anna gefunden, treu bewacht von ihrem völlig verstörtem Hündchen. Dieses hat gar nicht zulassen wollen, dass jemand die tote Frau anfasst.

Wie lange die beiden schon in dieser triesten Situation verweilen haben müssen, ist nicht genau bekannt.

In den Folgejahren ist die Hütte im Sommer und nur mehr für etwa 3 Wochen im Winter durch die Familie Höll und deren Mitarbeiter bewirtschaftet worden.

Ein Tausendsassa:

Der größte Teil dieser Hütte, das Innenleben, die Bänke, die Wandverkleidungen, die Küchenmöbel, die Fenster und sämtliche Türen mit den kunstvoll geschmiedeten Eisenteilen, stammen aus der Hand vom einzigartigen Multitalent, unserem langjährigen Mitarbeiter am Mandlhof: Schurl Pölzleitner!

Sein Wirken ist hier überall fühl- und sichtbar und wir sind sehr dankbar für alles, wer er uns hiermit hinterlassen hat.

Wir wünschen allen, die in dieser Hütte einkehren, ein gemütliches Verweilen!

Familie Höll

und die Alm-Gastgeber

Lucia und Alfred